Immer stark sein müssen. Die eigenen Gefühle und der Kita-Alltag
Der Anspruch, immer ruhig, geduldig und stabil zu sein, begleitet viele Fachkräfte im Kita- und Kindergartenalltag. Eigene Gefühle werden oft zurückgestellt, um für Kinder da zu sein. Emotionsregulation ist deshalb nicht nur ein Thema für Kinder, sondern auch für Erwachsene, die täglich emotionale Arbeit leisten. Für die Arbeit mit Kindern haben wir übrigens umfangreiches Material rund um Emotionen zusammengestellt:
Der Druck, funktionieren zu müssen
Viele Fachkräfte haben verinnerlicht, dass sie „stark sein“ müssen. Tränen, Überforderung oder Zweifel passen scheinbar nicht in den Berufsalltag. Doch Gefühle lassen sich nicht dauerhaft wegdrücken.
Unterdrückte Emotionen wirken weiter. Sie zeigen sich als Erschöpfung, Gereiztheit oder innere Distanz. Das ist kein persönliches Versagen, sondern ein Signal.
Gefühle und Professionalität schließen sich nicht aus
Professionell zu sein bedeutet nicht, gefühllos zu sein. Es bedeutet, Verantwortung für den Umgang mit den eigenen Emotionen zu übernehmen.
Kinder profitieren davon, wenn Erwachsene authentisch sind. Ruhig. Klar. Und ehrlich im Rahmen ihrer Rolle. Das schafft Vertrauen.
Räume für Gefühle schaffen
Fachkräfte brauchen Orte, an denen sie Gefühle zeigen dürfen. Im Team. In Gesprächen. In Reflexion.
Hilfreich sind:
- ein offener Austausch
- gegenseitige Unterstützung
- realistische Erwartungen
- Anerkennung emotionaler Arbeit
Emotionale Gesundheit entsteht nicht allein.
Sich selbst ernst nehmen
Wer eigene Gefühle ernst nimmt, schützt sich langfristig. Das ist keine Schwäche, sondern eine Form von Verantwortung.
Fachkräfte, die gut für sich sorgen, können Kinder stabil begleiten. In der Kita wie im Kindergarten.
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