Zwischen Nähe und Distanz. Emotionale Professionalität im Alltag
Beziehung ist die Grundlage pädagogischer Arbeit. Kinder brauchen Nähe, Zuwendung und echte Aufmerksamkeit. Gleichzeitig brauchen Fachkräfte klare Grenzen, um gesund und handlungsfähig zu bleiben. Emotionsregulation ist auch hier eines der zentralen Themen im pädagogischen Alltag, denn Nähe und Distanz müssen immer wieder neu ausbalanciert werden. Rund um das Thema Emotionen haben wir eine große Auswahl an Materialien erstellt:
Warum Nähe so wichtig ist
Kinder regulieren sich über Beziehung. Ein Blick, eine Stimme, eine vertraute Person geben Sicherheit. Gerade in emotional herausfordernden Momenten suchen Kinder Nähe, um wieder ins Gleichgewicht zu kommen.
In der Kita wie im Kindergarten ist diese Nähe notwendig. Ohne Beziehung keine Entwicklung. Ohne Vertrauen keine Kooperation.
Wenn Nähe zur Herausforderung wird
Nähe kann aber auch fordern. Wenn Kinder sich stark binden, wenig Abstand zulassen oder Fachkräfte emotional stark beanspruchen, entsteht innere Spannung.
Wichtig ist, diese Signale ernst zu nehmen. Dauerhafte Überforderung führt zu Erschöpfung. Nähe braucht deshalb immer auch Begrenzung.
Professionelle Distanz schützt
Distanz bedeutet nicht Kälte. Sie bedeutet Klarheit. Kinder dürfen Nähe bekommen, ohne dass Fachkräfte sich selbst verlieren.
Hilfreich ist:
- Rollenbewusstsein
- klare Zuständigkeiten
- verlässliche Strukturen
- Austausch im Team
So bleibt Beziehung tragfähig für alle Beteiligten.
Balance bewusst gestalten
Professionelle Beziehung lebt von Balance. Mal mehr Nähe. Mal mehr Abstand. Diese Balance verändert sich mit dem Kind, der Situation und auch mit der eigenen Verfassung.
Wer Nähe und Distanz bewusst gestaltet, bleibt emotional präsent und gleichzeitig geschützt. In der Kita wie im Kindergarten.
Wenn du weitere Impulse für professionelle Haltung und Beziehungsarbeit suchst, dann abonniere unseren Newsletter oder folge uns auf Social Media. Dort findest du viele praxisnahe Anregungen für den pädagogischen Alltag.





