„Das Ufo aus dem All“ – Gruselgeschichte für Kinder

Eine Klassenfahrt wird in dieser Gruselgeschichte für Kinder zu einem echten Abenteuer. Wenn die Zelte aufgeschlagen sind und die Nacht hereinbricht, zeigen sich unerwartete Phänomene am Himmel. Erlebt beim Vorlesen gemeinsam mit den Kindern der Schulklasse, was sich unheimliches am Himmel zeigt. Ist es wirklich ein Ufo und kommen Außerirdische zu Besuch?

Um das Vorlesen gemütlich und einfach zu gestalten, haben wir die Geschichte als bebildertes PDF-Dokument bereitgestellt. Dieses könnt ihr am Ende des Beitrags kostenfrei herunterladen.

 

Das Ufo aus dem All

Es war Freitagabend und die Schüler der Klasse 3b hatten ihre Zelte aufgebaut, ein Lagerfeuer errichtet und sogar schon eine Tomatensuppe auf dem Gaskocher zubereitet. Sie waren für ein Wochenende an den Köthener See gefahren, um hier zu zelten, Boot zu fahren, zu wandern und so manches Abenteuer zu erleben.

Herr Matussek, ihr Lehrer, legte seine Gitarre zur Seite, löschte das Lagerfeuer mit Sand und wünschte den Kindern eine gute Nacht.

Isa, Sophie und Mel teilten sich ein Zelt. Sie krochen in ihre Schlafsäcke, waren aber noch viel zu aufgeregt, um einschlafen zu können.

„Du, Isa, kommst du mit mir? Ich muss mal.“ Mel zog den Reißverschluss ihres Schlafsacks auf. „Ich trau mich nicht allein.“

„Ja, klar. Ich komme mit. Ich muss auch.“

„Wartet auf mich!“, rief Sophie. „Ich will nicht allein bleiben.“

Mit ihren Taschenlampen ausgerüstet machten sich die drei durch die Dunkelheit auf den Weg zu den Toiletten der angrenzenden Jugendherberge. Auf dem Rückweg blieb Sophie stehen und schaute nach oben in den sternenübersäten Himmel.

„Los, komm, Sophie!“, flüsterten Isa und Mel. „Lass uns zurückgehen! Es ist gruselig hier draußen.“

Aber Sophie blieb stehen und schaute weiterhin nach oben in den Nachthimmel. „Was ist das? Könnt ihr das auch sehen?“, fragte sie die anderen.

Jetzt schauten auch Isa und Mel nach oben. Ein sehr heller Stern bewegte sich langsam am Himmel.

„Bestimmt ist das ein Flugzeug“, meinte Isa.

„Aber der Stern blinkt nicht und außerdem hat er einen Schweif“, erwiderte Sophie.

„Vielleicht ist es eine Rakete“, überlegte nun auch Mel.

Die drei beobachteten das ungewöhnliche Objekt noch eine Weile, schlichen dann leise zu ihrem Zelt und schliefen bald ein.

Am nächsten Tag unternahm die Klasse so viel, dass die drei Mädchen nicht mehr an den merkwürdigen Stern dachten. Doch am Abend, als das Lagerfeuer verloschen war, schauten die drei wieder in den Nachthimmel. Jetzt war das Objekt viel größer und zog einen leuchtenden Schweif hinter sich her. Es bewegte sich auch viel schneller, und es sah so aus, als ob es auf die Erde zuraste. Die drei beobachteten das ungewöhnliche Flugobjekt und flüsterten miteinander, ob sie Herrn Matussek wecken sollten, damit er ihnen erklären konnte, was das sein könnte.

„Buh!“, machte es plötzlich hinter ihnen, und Justus und Henry kicherten leise, als die Mädchen zusammenzuckten und kurz aufschrien.

„Oh, Leute, lasst das doch!“, rief Mel.

„Was macht ihr hier? Warum guckt ihr in den Himmel?“, fragten die Jungen.

„Da kommt irgendetwas Komisches auf uns zugeflogen.“ Die Mädchen zeigten nach oben.

„Wow!“, rief Justus. „Das ist ein Ufo!“

„Ja!“, meinte auch Henry. „Wir bekommen Besuch von Außerirdischen!“

Inzwischen waren noch mehr Kinder aus ihren Zelten gekommen, starrten nach oben in den Himmel und flüsterten miteinander.

„Was sollen wir machen, wenn das Ufo hier landet?“

„Können die Aliens uns überhaupt verstehen oder muss man Englisch mit denen sprechen?“

„Sind die lieb?“

„Ich möchte nach Hause!“

„Was ist hier los? Warum schlaft ihr nicht?“ Auf einmal stand Herr Matussek vor ihnen und staunte sie verschlafen an.

„Da kommt ein Ufo auf uns zu, Herr Matussek, sollten wir nicht besser nach Hause fahren?“

Der Lehrer blinzelte nun auch in den sternenklaren Nachthimmel. Doch als er das vermeintliche Ufo mit den Aliens sah, musste er lachen. „Kinder, was ihr hier seht, sind keine Außerirdischen, die uns einen Besuch abstatten wollen. Das ist ein Komet!“

„Aber Kometen sieht man doch nur ganz selten!“, meinte Murat.

„Das ist richtig“, bestätigte Herr Matussek, „und deswegen können wir von Glück sprechen, das wir jetzt einen sehen. Also schaut ihn euch noch mal genau an! Morgen kann ich euch sagen, wie der Komet heißt. Aber jetzt ab mit euch in eure Zelte!“ Herr Matussek lachte immer noch. „Übrigens: Ufos sieht man noch seltener als Kometen!“

 

Hier die ganze Geschichte mit bunter Illustration als PDF-Datei herunterladen:

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