Wenn Kinder keine Worte für ihre Gefühle haben. Wie die Kita unterstützen kann

Viele Kinder fühlen viel, können aber noch wenig benennen. Sie können nicht mitteilen, wie es ihnen geht, weil ihnen die Sprache für das innere Erleben fehlt. Emotionsregulation ist auch hier eines der zentralen Themen im pädagogischen Alltag, denn Gefühle lassen sich nur regulieren, wenn sie zumindest ansatzweise verstanden werden. Genau deshalb halten wir bewusst umfangreiches Praxismaterial rund um Emotionen bereit:

Warum Gefühle sprachlos machen

Emotionale Sprache entwickelt sich schrittweise. Kinder müssen erst erleben, dass Gefühle benannt werden dürfen, bevor sie selbst Worte dafür finden.

Gerade im Kindergarten wird oft erwartet, dass Kinder schon erklären können, was in ihnen vorgeht. Doch das braucht Zeit. Gefühle sind komplex. Sprache dafür wächst langsam.

Verhalten als Botschaft lesen

Wenn Kinder keine Worte haben, spricht ihr Verhalten. Wut, Rückzug oder Verweigerung sind Versuche, inneren Druck abzubauen.

Deine Aufgabe ist es, diese Botschaften zu übersetzen. Nicht zu bewerten, sondern zu verstehen. Hilf den Kindern Worte für Ihre Emotionen zu finden. Greif Gefühle und ihre Bezeichnungen spielerisch auf, wenn die Stimmung gerade nicht eskaliert.

Gefühle benennen ohne Druck

Gefühle lernen Kinder nicht durch Abfragen, sondern durch Vorleben. Du kannst Gefühle benennen, ohne eine Antwort zu erwarten.

Hilfreich ist:

  • Gefühle im Alltag bennenen
  • einfache Begriffe nutzen
  • Wiederholungen zulassen
  • Ruhe bewahren

So entsteht langsam ein inneres Wörterbuch für Emotionen.

Emotionale Sprache stärkt Regulation

Kinder, die Gefühle benennen können, müssen sie seltener ausagieren. Sprache schafft Abstand. Sie macht Erleben handhabbar.

Emotionale Sprachentwicklung ist Beziehungsarbeit. In der Kita wie im Kindergarten. Und sie wirkt langfristig. Abonniere unseren Newsletter, um auf dem Laufenden zu bleiben!

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