„Allein im Museum“ – Gruselgeschichte für Kinder

Wo sind nur alle geblieben? Plötzlich sind alle weg, das Licht wird gelöscht und die zwei Kinder in unserer Gruselgeschichte bleiben allein im Museum zurück. Begleitet die beiden auf ihrem Abenteuer im Museum und genießt gemeinsam mit euren Kindern die Spannung beim Vorlesen der Geschichte.

Um das gemeinsame Leseerlebnis mit euren Kindern gemütlich und einfach zu gestalten, haben wir die Geschichte zusätzlich als bebildertes PDF-Dokument bereitgestellt. Ladet es einfach am Ende des Beitrags kostenfrei herunter.

 

Allein im Museum

Die Kinder der zweiten Grundschulklasse besuchten heute während ihrer Klassenfahrt das Heimatmuseum des Ortes. Ein Museumsführer erklärte ihnen, was die einzelnen Ausstellungsstücke bedeuteten. Am besten gefiel ihnen der kleine Baby-Dinosaurier, dessen Skelett man vor einigen Jahren in einer Höhle entdeckt hatte. Zum Abschluss bekamen alle Kinder einen Zettel mit Fragen rund um das Museum, die sie beantworten sollten.

Linus und sein Freund Marvin gingen zusammen noch einmal durch das Museum, schauten sich alles an und beantworteten die Quizfragen. Sie befanden sich allein im Keller des Museums, wo verschiedene Steine ausgestellt waren, als das Museum geschlossen wurde. Der Lehrer hatte zwar alle Kinder durchgezählt, aber weil Tom und Finn sich von vorne nach hinten gedrängelt hatten, hatte Herr Meier die beiden doppelt gezählt. So kam es, dass die Klasse das Museum ohne Linus und Marvin verließ, der Museumsführer das Licht löschte, die Fenster schloss und die Tür verriegelte und Linus und Marvin plötzlich in einem Kellerraum des Museums im Dunkeln standen.

Die beiden erschraken. Was war hier los? Marvin holte sein Handy aus der Tasche und schaltete die Taschenlampen-Funktion ein. Dann tasteten sich beide bis zur Kellertreppe vor. Alles war stockfinster, nur der helle Lichtkegel der Taschenlampe beleuchtete die Treppenstufen.

„Hallo? Hallo?“, riefen die beiden und lauschten, aber es war alles still.

Sie stiegen die Treppe hinauf und kamen in den Raum mit dem Baby-Dinosaurier. Es war ein kleiner Leguan-Saurier oder auch Iguanodon, der aus der Kreidezeit stammte, wie der Museumsführer erklärt hatte. Das Licht der Taschenlampe wanderte über den nachgebildeten Körper und warf unheimliche Schatten an die Wände.

Wo sind denn alle?, fragten sich Linus und Marvin.

Langsam tappten sie weiter. Wo war denn nur der Ausgang?

„Kannst du nicht jemanden anrufen?“, fragte Linus.

„Nein, ich habe es schon versucht, aber es läutet noch nicht einmal.“ Marvin wählte immer wieder die Nummer des Lehrers, die dieser den Kindern für den Notfall gegeben hatte.

„Am Einlass ist bestimmt ein Telefon. Wenn wir den Eingang endlich finden würden!“ Linus war den Tränen nahe.

Die beiden Jungen irrten durch das Museum. Alles sah im Dunkeln so ganz anders aus und sie fanden einfach nicht den Weg zum Ausgang.

Jetzt waren sie wieder in dem Raum mit dem Baby-Dinosaurier. Unheimlich sah der um einiges vergrößerte Schatten des kleinen Leguanzahns an der Wand aus. Der Schatten des Dinosauriers erhob sich und wollte sich auf die Jungen stürzen.

„Hilfe!“ Die beiden schrien auf und liefen fort. Dabei rempelten sie sich gegenseitig an und stießen gegen den nachgebildeten Dinosaurier-Körper. Der wackelte … und alles war stockdunkel.

Das Licht der Taschenlampe erlosch, als Marvin sein Handy fallen ließ und schreiend fortlief. Doch er kam nicht weit, denn er knallte gegen ein Ausstellungsregal. Autsch, das tat weh! Auch Linus fluchte, er war gegen eine Tür gelaufen.

Plötzlich ging das Licht an.

„Ja, was macht ihr denn hier?“, fragte Herr Meier, der mit dem Museumsführer in der Tür stand.

Zum Glück war der kleine Dinosaurier nicht umgekippt und die Ausstellungsstücke im Regal nur etwas zur Seite gerutscht.

„Sie haben uns vergessen! Wir waren im Keller, als das Licht ausging!“, antworteten Marvin und Linus und rieben sich ihre Beulen.

„Oh, das tut mir aber leid! Ich hatte doch alle Kinder gezählt“, wunderte sich Herr Meier. „Aber zum Glück haben wir euch gefunden! Jetzt holt mal eure Sachen – und dann nichts wie raus hier! Die anderen warten schon in der Pizzeria auf euch.“

Marvin sammelte sein Handy auf, das unter ein Regal gerutscht war und durch den Fall einen Sprung im Display hatte. Dann entschuldigten sich die beiden bei dem Museumsführer wegen der verrutschten Ausstellungsstücke und waren froh, das Museum verlassen zu können. Sie freuten sich schon auf eine große Pizza und auf ihre Mitschüler, denen sie von ihrem Abenteuer erzählen würden.

 

Hier die ganze Geschichte mit bunter Illustration als PDF-Datei herunterladen:

 

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