„Das Geisterpferd“ – Gruselgeschichte für Kinder

Was ist das für ein mysteriöses Pferd, das in dieser Gruselgeschichte plötzlich auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet? Lüftet gemeinsam mit euren Kindern das Geheimnis des Geisterpferds und genießt die Spannung beim Vorlesen.

Für mehr Spaß beim Vorlesen, haben wir die Geschichte zusätzlich als bebildertes PDF-Dokument bereitgestellt. Ladet das Dokument einfach am Ende des Beitrags kostenfrei herunter.

 

Das Geisterpferd

Es waren Herbstferien und Felix durfte sie eine Woche lang auf einem Reiterhof verbringen. Er hatte sich das so lange gewünscht und zu seinem neunten Geburtstag wurde der Wunsch dann von seinen Eltern erfüllt.

Es war toll! Jeden Tag wurde mit den Pferden und Ponys trainiert und ausgeritten. Das Ausreiten gefiel ihm besonders gut, denn zu Hause in der Stadt ging das nicht, und hier war die Landschaft auch so schön. Sanfte Hügel, grüne Täler, bunte Laubwälder und ein großer See machten jeden Ritt zum Erlebnis.

Felix‘ Pferd während der Ferien war eine kleine gefleckte Mustang-Stute, die sehr lieb war und die Felix sofort in sein Herz schloss.

Heute in der Früh wurden auch wieder die Ponys gesattelt und noch vor dem Frühstück ritt die Gruppe aus. Der Nebel hing noch tief in den Tälern und zwischen den Bäumen. Felix ritt als Letzter und musste aufpassen, dass er den Anschluss nicht verlor, denn der Nebel wurde immer dichter.

Doch was war das? Am Waldrand stand auf einmal ein Schimmel! Er war ganz allein – ohne Reiter und ohne Zaumzeug. Er schüttelte seine weiße, lange Mähne und scharrte mit dem Vorderhuf. Sally, die Mustang-Stute, blieb plötzlich stehen, warf ihren Kopf in die Höhe und wieherte. Der weiße Hengst wieherte auch und verschwand dann so schnell, wie er erschienen war, zwischen den Bäumen im Nebel.

Felix war sehr erschrocken! Wo kam das Pferd her und wem gehörte es? Hatte er den Schimmel wirklich gesehen oder alles nur geträumt?

„Hallo, Felix!“, rief Sonja, die Reitlehrerin. „Ist alles in Ordnung bei dir? Ich habe Sally wiehern gehört.“

Also hatte er doch nicht geträumt! Denn Sally hatte ja nur gewiehert, weil auch sie den Hengst gesehen hatte!

„Ein Schimmel ist plötzlich zwischen den Bäumen aufgetaucht und dann ganz schnell wieder verschwunden“, erzählte er aufgeregt.

„Oh, das ist das sogenannte Geisterpferd!“, berichtete Sonja. „Ich erzähle dir später davon. Lass uns jetzt erst mal zu den anderen reiten!“

Nachdem sie auf dem Hof angekommen waren und die Pferde abgesattelt und versorgt hatten, liefen die Kinder in den Gastraum und machten sich mit Mordsappetit über das Frühstück her.

Sonja kam zu Felix an den Tisch. „Also mit dem Geisterpferd hat es folgende Bewandtnis: Der Hengst gehörte früher auch zu unseren Pferden. Doch er war wild und wollte sich nicht reiten lassen. Die Besitzerin hat ihn dann an den Nachbarn verkauft, der Pferde züchtet. Doch der Hengst meint, dass unsere Stuten immer noch zu ihm gehören, und besonders hat es ihm Sally angetan. Immer wieder, wenn wir ausreiten und Sally dabei ist, dann taucht er plötzlich unvermittelt auf, verschwindet aber auch rasch wieder. Er büxt einfach beim Nachbarn aus und springt über die Zäune. Weil er wie ein Geist ist, haben wir ihn auf den Namen ‚Ghost‘ getauft.“

Felix fand die Geschichte sehr schön und die Liebe zwischen Ghost und Sally auch. Tatsächlich sah er Ghost, das Geisterpferd, noch ein paar Mal bei ihren Ausritten. Doch nun erschrak er nicht mehr.

 

Hier die ganze Geschichte mit bunter Illustration als PDF-Datei herunterladen:

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