„Das Spukhaus“ – Gruselgeschichte für Kinder

In dieser Gruselgeschichte wagen sich vier Kinder auf ein Abenteuer in einem Spukhaus. Macht es euch zum Vorlesen gemütlich und findet gemeinsam heraus, was es mit dem gruseligen Spukhaus auf sich hat. Wer oder was treibt dort sein Unwesen? Treffen die Kinder dort wirklich auf Geister? Und wie kann die herbeigerufene Polizei helfen?

Damit das Vorlesen mehr Spaß macht und dazu auch noch praktisch ist, haben wir die Geschichte zusätzlich als bebildertes PDF-Dokument bereitgestellt. Einfach bis zum Ende des Beitrags scrollen und die Datei kostenfrei herunterladen.

 

Das Spukhaus

Es war ein dunkler und stürmischer Nachmittag, an dem sich Lea, Noah, Alex und Katja auf ein großes Abenteuer einließen. Die vier besten Freunde saßen in Noahs Zimmer und erzählten sich gruselige Geschichten.

Doch dann kam Lea mit einem aufgeregten Funkeln in den Augen auf eine Idee. „Was haltet ihr davon, wenn wir das alte, verlassene Haus am Ende der Straße besuchen?“

„Das alte Spukhaus?“, fragte Alex ungläubig. „Bist du sicher? Da sollen unheimliche Dinge vor sich gehen.“

„Ach, das sind doch nur Märchen“, warf Noah ein. „Lasst uns dahin! Das wird bestimmt aufregend!“

Die Freunde beschlossen, sich auf das Abenteuer einzulassen. Sie verabschiedeten sich schnell von Noahs Eltern, schwangen sich auf ihre Räder und sausten die Straße entlang zu dem unheimlichen Haus. Der Wind heulte durch die Bäume und dunkle Wolken verdeckten die Sonne. Es waren kaum Leute unterwegs – die saßen vor ihren Fernsehern in beleuchteten warmen Stuben.

Als die vier Freunde bei dem Spukhaus ankamen, versteckten sie ihre Räder zwischen den Büschen des verwilderten Gartens. Die Fensterläden klapperten gegen die Fenster, einige Scheiben waren sogar zerbrochen. Die offene Haustür quietschte gespenstisch im Wind.

„Los, Leute, lasst uns reingehen und nachsehen, ob es dort drinnen wirklich spukt!“, schlug Katja vor, während sie versuchte, ihre Nervosität zu verbergen.

Vorsichtig betraten die vier das Haus. Es war dunkel und staubig und der Boden knarrte unter ihren Schritten. Die Freunde zogen ihre Handys aus den Taschen und schalteten die Taschenlampenfunktionen ein. Doch das diffuse Licht der Handys erzeugte unheimliche Schatten an den Wänden und überall standen muffige alte Möbel oder lagen alte, vergammelte Gegenstände herum.

Plötzlich hörten sie seltsame Geräusche – ein Wispern gefolgt von einem leisen Klirren. Sie schauten sich an und verständigten sich lautlos, den Geräuschen zu folgen. Sie schlichen den Flur entlang und hörten jetzt eindeutig Stimmen, die aus dem Keller kamen.

„Da haben wir gute Beute gemacht“, meinte eine raue Männerstimme.

„Ja, lass uns morgen von hier verschwinden“, antwortete eine Frauenstimme.

Dann vernahmen sie schwere Schritte auf der Kellertreppe. Panik ergriff die Freunde, sie wirbelten herum und wollten sich versteckten. Noah wählte geistesgegenwärtig die Notrufnummer der Polizei.

Alex flüsterte mit bebender Stimme: „Das ist zu gruselig, ich will hier raus!“

Katja sprang mutig nach vorne, knallte die Kellertür zu und verriegelte sie von außen.

„He, was ist da los?“, brüllte der Mann und schlug mit der Faust gegen die Tür.

„Sofort aufmachen!“, rief die Frau, aber die vier Freunde schoben zur Sicherheit noch eine Kommode vor die Tür.

Dann liefen sie nach draußen, um zu schauen, ob die beiden eine andere Möglichkeit finden konnten, um aus dem Keller auszubrechen. Eine Tür schien aus dem Keller in den Garten zu führen, schnell klemmte Lea einen Straßenbesen unter die Klinke, sodass sie sich nicht mehr herunterdrücken ließ. Da hörten sie auf der anderen Seite des Hauses ein Fenster klirren, aber gleichzeitig in der Ferne das Martinshorn der Polizei.

Endlich hielt das Polizeiauto vor dem Haus. Zwei Polizisten sprangen heraus, und Alex erklärte hastig die Situation, dann lief er mit den Polizisten zum Haus. Die Polizisten bestaunten den Mut der Kinder, und während der eine Polizist durch das Haus in den Keller ging, nahm der andere Gesetzeshüter den Mann und die Frau fest, die gerade versuchten, aus dem Fenster zu klettern.

Im Keller stapelte sich das Diebesgut, und die Polizisten erkannten anhand der Beute, dass sie hier endlich die lang gesuchten Einbrecher gefunden hatten. Die Polizisten schimpften zwar mit Katja, Lea, Alex und Noah, dass die Freunde in ein fremdes Haus eingedrungen waren, aber sie bedankten sich auch bei den Kindern, dass sie geholfen hatten, die Verbrecher zu fassen.

„Und? Spukt es jetzt in dem alten Haus oder nicht?“, fragte Alex und Katja lachte: „Das waren doch nur die Einbrecher, die sich hier aufgehalten haben! Es gibt doch keine Geister!“

Dann radelten die vier nach Hause, zufrieden mit ihrem aufregenden Abenteuer.

 

Hier die ganze Geschichte mit bunter Illustration als PDF-Datei herunterladen:

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